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Frankreich-Iran

Reaktion auf Ultimatum

 Achim Lippold

Artikel vom 04.01.2010 Letzte Aktualisierung am 04.01.2010 15:09 TU

Amerikanische, französische, iranische und russische Diplomaten bei Verhandlungen am Sitz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien, 19. Oktober 2009.(Photo : AFP)
Frankreich hat das von der iranischen Regierung gesetzte Ultimatum im Atomstreit zurückgewiesen. Außenminister Bernard Kouchner bezeichnete die Äußerungen aus Teheran vom Wochenende als «jüngste Pirouette» des Regimes.

Man rede auch weiterhin mit den Iranern, aber nicht zum Thema Atomentwicklung, sagte Kouchner am Montag im Radiosender RTL. Es sei nicht akzeptabel, dass der Iran nun denjenigen ein Ultimatum stelle, die ihm bei der Urananreicherung helfen wollten.

Teheran hatte dem Westen am Wochenende eine Frist von einem Monat gesetzt, seinen Vorschlag zur Urananreicherung anzunehmen. Andernfalls werde der Iran das für einen Forschungsreaktor benötigte Uran selbst anreichern, zitierte die iranische Presse Außenminister Manuchehr Mottaki.

Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich am Bau der Atombombe zu arbeiten. Die Führung in Teheran hat das stets zurückgewiesen. Der Westen hatte den Iran zuletzt gedrängt, bis zum 31. Dezember 2009 einen Vorschlag über eine Urananreicherung in Frankreich und Russland anzunehmen. Teheran besteht jedoch darauf, dass der Austausch von niedrig gegen höher angereichertes Uran in drei Phasen und auf iranischem Boden erfolgt.